Gegen die Einheitsfeier in Dresden

Solidarity without limits – Nationalismus ist keine Alternative

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Am 3. Oktober will sich die deutsche Nation wieder selbst feiern. Dieses Jahr findet das zentrale Event der Einheitsfeierlichkeiten unter dem Motto „Brücken bauen“ in Dresden statt. Brücken sind eine gute Sache. Sie machen eine sichere Reise möglich. Man könnte viele Brücken bauen, z.B. über das Mittelmeer, und damit das Leben von zehntausenden Flüchtenden und Migrant*innen retten. Darüber nachzudenken, wie alle Menschen sicher das Mittelmeer überqueren könnten, wäre besonders am 3. Oktober, dem 3. Jahrestag des Bootsunglücks von Lampedusa, ein Anfang, um mit der europäischen Abschottungspolitik Schluss zu machen. Aber in Dresden wird es nicht darum gehen. Stattdessen soll mit dem üblichen Tam-Tam die vermeintliche Einheit von Kultur, Tradition, Staat und Bevölkerung herbeigefeiert werden. In der Realität sieht das ganz anders aus: Die deutsche Gesellschaft polarisiert sich, in Staat und Gesellschaft erfahren autoritäre und ausgrenzende Tendenzen Aufwind und die Schere zwischen Arm und Reich geht weiter auseinander. Alles gute Gründe am Wochenende des 3. Oktobers die Einheitsfeiern in Dresden kritisch zu begleiten. Denn das Gastgeberland Sachsen lädt offiziell zum „Tanz“.


Termine

2. Oktober:

Vorabend-Demonstration gegen die Einheitsfeierlichkeiten in Dresden

3. Oktober:

Kundgebung in Solidarität mit allen Geflüchteten
Dezentrale Aktionen gegen die Einheitsfeierlichkeiten in Dresden

September und Oktober:

gemeinsame Veranstaltungsreihe des Bündnis „Solidarity without limits“

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Interview mit AusserKontrolle in der „Moment“ // Rozhovor s drážďanskou skupinou Ausser Kontrolle

Für die neue Ausgabe der „Moment“, dem Magazin unserer Prager Genoss*innen der „Iniciativa Ne Rasismu!“, haben wir ein Interview gegeben, das ihr hier lesen könnt.

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Mit den Antifaschist_innen von Ausser Kontrolle haben wir über die Möglichkeiten und Schwierigkeiten internationaler Zusammenarbeit linksradikaler Gruppen gesprochen, über gemeinsame historische Erfahrungen und über die schwierigen Bedingungen für Aktivist_innen in Sachsen.

S antifašisty a antifašistkami z Ausser Kontrolle jsme si povídali o možnostech a úskalích mezinárodní spolupráce radikálně levicových skupin, společné historické zkušenosti i o nelehkých podmínkách aktivistů v Sasku.

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VICE…

Solidarität mit den inhaftierten LAUtonomia-Aktivist*innen!

Im Kontext der erfolgreichen ENDE-GELÄNDE-Kampagne gegen das Kraftwerk Schwarze Pumpe wurden bei Blockade-Aktionen Aktivist*innen der #Lautonomia – Waldbesetzung festgenommen. Ihnen werden diverse Delikte vorgeworfen wie z.B. Eingriff in den Straßenverkehr und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Aktuell sitzen alle Gefangenen in der JVA Görlitz.

Dies ist wieder einmal ein Versuch von Politik und Justiz linke Opposition in Sachsen mit allen Mitteln zu bekämpfen. Nach den tausenden Ermittlungsverfahren gegen Antifaschist*innen im Zuge der erfolgreichen Anti-Nazi-Aktionen zum 13.02. in Dresden sind es jetzt linke Umweltschützer*innen, die ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten sind. Wir verstehen diese Inhaftierungen als Racheaktionen von Polizei und Staatsanwaltschaft im Nachgang der erfolgreichen Blockaden vom Pfingstwochenende. Deshalb fordern wir die sofortige Freilassung unserer Freund*innen aus der Görlitzer U-Haft und die Einstellung aller weiteren ENDE-GELÄNDE Verfahren.

Getroffenen hat es wenige – gemeint sind wir alle!
Solidarität mit den inhaftierten LAUtonomia – Gefangenen!

ANTIFA GÖRLITZ

Pressemitteilung: Stadtteilspaziergang. Keine Abschiebung aus unseren Vierteln! Alle bleiben!

In den Abendstunden des 19.5. demonstrierten rund 450 Menschen unter dem Motto „Keine Abschiebung aus unseren Vierteln. Alle bleiben!“ in der Dresdner Neustadt und dem angrenzenden Hechtviertel. Sie forderten vor allem Bleiberecht und Bewegungsfreiheit für alle Menschen.


Fotos


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Einladung zum Vorbereitungstreffen für den Stadtteilspaziergang!

18.5. I ab 18 Uhr I AZ Conni (Rudolf Leonhard Strasse 39)
Am Donnerstag den 19.5. wird es einen Stadtteilspaziergang durch die Neustadt und das Hechtviertel geben, um gegen Abschiebungen zu protestieren. Das Motto ist: „Keine Abschiebung aus unseren Vierteln! Alle bleiben!“. Start ist 19 Uhr am Albertplatz. Mehr Infos findet ihr hier

Dafür wollen wir euch zum Vorbereiten, Malen und Basteln am Mittwoch den 18.5. ab 18 Uhr in das AZ Conni auf die Rudolf Leonhard Strasse 39 einladen. Bringt auch gern Materialien mit. Wir freuen uns auf euch und eure Ideen!