Vernetzung und Demo

Rojava, der „IS“ und die PEGIDA-Rassist*innen

Wir laden zu einem sachsenweiten Vernetzungstreffen zu den Themem Rojava, der „Kurden*innenfrage“, dem „Islamischen Staat“ und der reaktionäre Volksfront PEGIDA ein. Wir wollen mit euch über das „Wie?“ der Solidarität mit Rojava und dem Umgang mit PEGIDA diskutieren und Strategien entwickeln. Wir treffen uns 28.11.2014 um 19 Uhr im Kosmotique auf der Martin-Luther-Str. 13 in der Dresdener Neustadt. Wir bitten diesbezüglich und um evtl. Schlafplätze zu organisieren um eine Rückmeldung an: ausserkontrolle@riseup.net

Außerdem unterstützen wir die URA bei ihrer sachsenweiten Mobilisierung zur Anti-PEGIDA-Demo am 01. Dezember 2014. Wir rufen zu einem Rojava-Solidaritätsblock innerhalb der Demonstration auf. Treffpunkt und Uhrzeit folgen.

Einladungstext

Das Thema Islamischer Staat („IS“) ist in aller Munde. Viel wurde dazu auch von linker Seite geschrieben und berichtet. Die Ursachen für das Entstehen des „IS“ sind mindestens genauso multipolar und vielschichtig wie die Konfliktparteien in den betroffenen Gebieten. Fakt ist, dass der aktuelle Kampf um Kobanê und die autonomen Kantone in Nordsyrien nur im Zusammenhang mit dem Scheitern der syrischen Revolution betrachtet werden kann [1]. Gescheitert ist sie durch strukturelle Schwächen, wie der starken Fragmentierung der demokratischen Kräfte und einer fehlenden überregionalen Koordination. Vor allem aber wurde sie durch die militärische Eskalation seitens des Assad-Regimes blutig niedergeschlagen. Die Folge war und ist der Bürgerkrieg in Syrien, der den klerikalen Kombattanten den notwendigen Freiraum verschaffte um denKonflikt religiös aufzuladen und zu ethnisieren. Ein weiterer Punkt sind die militärischen Interventionen des „Westens“ in den letzten 20 Jahren. Diese haben die Region des Nahen und Mittleren Ostens zusehends destabilisiert und Prozesse in Kraft gesetzt, deren Ergebnisse zwar als unter Umständen unbeabsichtigt gelten können, dafür umso katastrophaler sind. Wir wollen an dieser Stelle jedoch keine tiefer gehende Analyse wagen, sondern nur kurz auf den Hintergrund dieser Einladung verweisen. Mehr…