Archiv für Mai 2015

Where the dawn is golden

…welcome to the crisis!

Golden Dawn and neo-fascism in Greece
lecture hold by John Malamatinas1
9th June / 8 p.m. / AZ Conni / Rudolf-Leonhard-Straße 39

organized by: AusserKontrolle, URA, Gruppe Polar, Rote Hilfe

Greece: At the onset of the crisis the rise of the neo-Nazi party “Golden Dawn” was a reason for concern about a massive swing tothe right within society. But only the murder of the anti-fascist rapper Pavlos Fissas caused the badly needed public outcry to take actions against the party. But already long before the murder of Fissas, migrants and refugees were harassed, beaten and murdered. This often happened in cooperation with the Greek police . There have been, among others, attacks on market stalls of people perceived as “non-Greek“, while police officers shielded the surroundings.

The entanglement of Golden Dawn with the previous government under Prime Minister Antonis Sammaras was hardly discussed in public. Also because of the widespread nationalism in the Greek population, the party becomes more and more approachable. At the moment there is an ongoing trial against the party leaders accused of running a criminal organization. This is a double-edged sword, as many people in Dresden might know, because the course of action of the authorities referred to „the theory of the two extremes“ and at the same time the ecological and social protests on the Greek peninsula Chalkidiki were criminalized

The fact that racism, nationalism and neo-fascism are only recognized as a problem of Greek society after the death of a white male led to big debates within Greek anti-authoritarian groups and circles. 

As a consequence of the crisis across Europe, Greece faces a growing fascist movement and simultaneously an authoritarian European austerity policy at state level (6). But how does a fascist movement in Greece differ from the New Right movements in the rest of Europe and what consequences does it have for the international networking of the right? What is the sphereof influence of the Right on the crisis-related policies of the institutions and countries of the European Union? What were the theoretical and practical conclusions drawn by anti-authoritarian forces in Greece? 

  1. Speaker John Malamatinas studies economics in Cologne and is a freelance journalist. He currently works on his book “Golden Dawn- Neo-fascism at Mount Olympus” that will be published in July by Unrast. His book „laboratory of crisis Greece– financial markets, struggles for Europe’s new order“ was written together with Detlef Hartmann and published by Assoziation A.
    [zurück]

Where the dawn is golden

…welcome to the crisis!

Golden Dawn and neo-fascism in Greece
lecture hold by John Malamatinas1
9th June / 8 p.m. / AZ Conni / Rudolf-Leonhard-Straße 39

organized by: AusserKontrolle, URA, Gruppe Polar, Rote Hilfe

 alt=Greece: At the onset of the crisis the rise of the neo-Nazi party “Golden Dawn” was a reason for concern about a massive swing tothe right within society. But only the murder of the anti-fascist rapper Pavlos Fissas caused the badly needed public outcry to take actions against the party. But already long before the murder of Fissas, migrants and refugees were harassed, beaten and murdered. This often happened in cooperation with the Greek police. There have been, among others, attacks on market stalls of people perceived as “non-Greek“, while police officers shielded the surroundings.

more…

We recommend:

Our radio report at Radio ERT 3 and at Coloradio.

The travel report about our info-tour through Greece Der Reisebericht unserer Infotour durch Griechenland.

„Future Suspended“ – documentary made by the group „Crisis-Scape-Net“ (Athen/London) about the crisis, neoliberal city, austerity dikatats and the rise of neo-fascism and racism as a pretended strategy and ideology to solve the crisis.

„The Battle for Attica Square“ (Part I , Part II) – documentary about the conditions of how people have to flee to and live in Europe (special focus on Greece)

  1. Speaker John Malamatinas studies economics in Cologne and is a freelance journalist. He currently works on his book “Golden Dawn- Neo-fascism at Mount Olympus” that will be published in July by Unrast. His book „laboratory of crisis Greece– financial markets, struggles for Europe’s new order“ was written together with Detlef Hartmann and published by Assoziation A.
    [zurück]

Wo die Morgenröte golden ist…

…Willkommen in der Krise!

Die Goldene Morgenröte – Neo-Faschismus am Olymp -
Vortrag mit John Malamatinas1
09.Juni 2015 / 20:00 Uhr / Az Conni / Rudolf-Leonhard-Straße 39

Organisiert von: AusserKontrolle, Gruppe Polar, Rote Hilfe

 alt=Griechenland:Griechenland: Mit Beginn der Krise führte der Aufstieg der neonazistischen Partei „Goldene Morgenröte“ zu Sorgen über einen massiven Rechtsruck der Gesellschaft. Erst die Ermordung des antifaschistischen Rappers Pavlos Fissas löste den notwendigen öffentlichen Aufschrei aus, um gegen die Partei vorzugehen. Doch schon lange vor dem Mord an Pavlos Fissas wurden Migrant_innen und Geflüchtete drangsaliert, geschlagen und ermordet. Dabei arbeiteten die Neonazis oft auch mit der griechischen Polizei zusammen. So gab es u. a. Überfälle auf Marktstände, die Menschen betrieben die als „nicht-griechisch“ wahrgenommen wurden, während die Beamten die Umgebung abschirmten.

Mehr…

Wir empfehlen:

Unsere Radiobeiträge im griechischen Radio ERT 3 und im Coloradio.

Der Reisebericht unserer Infotour durch Griechenland.

„Future Suspended“ – Dokumentation der Gruppe Crisis-Scape-Net (Athen/London) über die Krise, die neolibearle Stadt, Spardiktate und das Aufkommen von Neo-Faschismus und Rassismus als Strategie und Ideologie vermeintlicher Krisenbewältigung.

„The Battle for Attica Square“ (Part I , Part II) – Dokumentation über die Bedingungen unter denen Menschen nach Europa flüchten und leben müssen (spezieller Fokus ist Griechenland)

  1. *Der Referent John Malamatinas studiert Wirtschaftswissenschaften in Köln, ist freier Journalist und schreibt aktuell an seinem Buch „Goldene Morgenröte – Neofaschismus am Olymp“ das im Juli im Unrast-Verlag erscheinen wird. Beim Verlag Assoziation A veröffentlichte er zusammen mit Detlef Hartmann das Buch „Krisenlabor Griechenland – Finanzmärkte, Kämpfe und die Neuordnung Europas“.[zurück]

Wo die Morgenröte golden ist…

…Willkommen in der Krise!

Die Goldene Morgenröte – Neo-Faschismus am Olymp -
Vortrag mit John Malamatinas1
09.Juni 2015 / 20:00 Uhr / Az Conni / Rudolf-Leonhard-Straße 39

Organisiert von: AusserKontrolle, URA, Gruppe Polar, Rote Hilfe

Griechenland: Mit Beginn der Krise führte der Aufstieg der neonazistischen Partei „Goldene Morgenröte“ zu Sorgen über einen massiven Rechtsruck der Gesellschaft. Erst die Ermordung des antifaschistischen Rappers Pavlos Fissas löste den notwendigen öffentlichen Aufschrei aus, um gegen die Partei vorzugehen. Doch schon lange vor dem Mord an Pavlos Fissas wurden Migrant_innen und Geflüchtete drangsaliert, geschlagen und ermordet. Dabei arbeiteten die Neonazis oft auch mit der griechischen Polizei zusammen. So gab es u. a. Überfälle auf Marktstände, die Menschen betrieben die als „nicht-griechisch“ wahrgenommen wurden, während die Beamten die Umgebung abschirmten.

Die Verstrickungen zwischen der Goldenen Morgenröte und der letzten Regierung unter Premier Antonis Sammaras blieben in der Öffentlichkeit dabei weitestgehend unbeleuchtet. Auch der weitverbreitete Nationalismus in der griechischen Bevölkerung macht die Partei so anschlussfähig. Momentan läuft das Verfahren gegen die Parteispitze aufgrund des Vorwurfs, eine kriminellen Vereinigung gegründet zu haben. Ein zweischneidiges Schwert wie viele Dresdner_innen wissen dürften, denn das Vorgehen der staatlichen Behörden bezog sich damals auf die Theorie der zwei Extreme und kriminalisierte im selben Atemzug auch die öko-sozialen Proteste auf der griechischen Halbinsel Chalkidiki.

Das Rassismus, Nationalismus und Neofaschismus erst nach dem Tod eines weißen Mannes als ein Problem in der griechischen Gesellschaft gesehen wurde, führte zu großen Diskussionen innerhalb der griechischen antiautoritären Gruppen und Strömungen.

In Griechenland treffen als Folge der gesamteuropäischen Krise zeitgleich eine erstarkende ­faschistische Bewegung und eine autoritäre, europäische Austeritätspolitik auf staatlicher Ebene zusammen.

Worin aber unterscheidet sich eine faschistische Bewegung in Griechenland von den neurechten Bewegungen im restlichen ­Europa und welche Folgen hat das für eine internationale Vernetzung einer Rechten? Welche Einflussmöglichkeiten hat also eine Rechte auf die Krisenpolitik der Institutionen und Länder der Europäischen Union? Welche theoretischen und praktischen Schlussfolgerungen ergaben sich für die antiautoritären Kräfte in Griechenland?

  1. *Der Referent John Malamatinas studiert Wirtschaftswissenschaften in Köln, ist freier Journalist und schreibt aktuell an seinem Buch „Goldene Morgenröte – Neofaschismus am Olymp“ das im Juli im Unrast-Verlag erscheinen wird. Beim Verlag Assoziation A veröffentlichte er zusammen mit Detlef Hartmann das Buch „Krisenlabor Griechenland – Finanzmärkte, Kämpfe und die Neuordnung Europas“.[zurück]

Jin, Jiyan, Azadi – Frauen, Leben, Freiheit

Einem Aufruf der Gemeinschaft der freien Frauen Kurdistans (KJAR), der Kurdischen Jugend Dresden und der Gruppe Ausser Kontrolle für ein “Stopp der Vergewaltigungskultur im Iran und überall!” folgten am Mittwoch etwa 70 Menschen. Am Dr. Külz-Ring erinnerten sie in Redebeiträgen an die 25jährige Kurdin Farinaz Khosrewani, die am 4. Mai aus Angst vor einer Vergewaltigung aus dem 4. Stock eines Hotels im iranischen Mahabad sprang und auf der Stelle verstarb. Kurdischen Medienberichten zufolge soll es sich bei dem mittlerweile festgenommenen Verdächtigen um einen Beamten des iranischen Geheimdienstes gehandelt haben. Offizielle iranische Quellen sprachen hingegen von einem “privaten Qualitätsmanager für Hotels”.

Schon kurz nach der Tat war es bei Protesten in der mehrheitlich von Kurdinnen und Kurden bewohnten Stadt im Westen des Irans zu Ausschreitungen gekommen. Dabei war das iranische Regime mit Schusswaffen und Tränengas gegen die Proteste tausender aufgebrachter Menschen vorgegangen. Nach Angaben der kurdischen Nachrichtenagentur Rojnews wurden bei den Auseinandersetzungen mindestens 27 Personen verletzt, zwei Menschen starben, Dutzende sollen festgenommen worden sein. Als Reaktion auf die anhaltenden Proteste hatte die iranische Regierung in der vergangenen Woche die Armee in die Region entsandt und den Ausnahmezustand über die Stadt verhängt.

In ihrem Aufruf sprachen sich die Veranstalterinnen und Veranstalter in Dresden für ein Ende der Unterdrückung politischer und kultureller Opposition aus und warfen der iranischen Regierung eine Missachtung grundlegender Frauenrechte vor. Angesichts des brutalen Vorgehens des iranischen Regimes gegen oppositionelle Gruppen appellierten sie an die deutsche Bundesregierung, den Export von Überwachungstechnologie und Polizeiausrüstung sofort zu beenden. Der Tod von Farinaz ist kein Einzelfall. Immer wieder war es in der Vergangenheit zu sexualisierter Gewalt gegen Frauen gekommen. Wenn sich, wie der Fall von Reyhane Jabbari gezeigt hat, Frauen dagegen zur Wehr setzen, endet dies nicht selten tödlich. Jabbari hatte 2007 in Notwehr einen ehemaligen Geheimdienstmitarbeiter erstochen, der sie vergewaltigen wollte. Trotz internationaler Proteste wurde sie schließlich am 25. Oktober 2014 in Teheran hingerichtet.

Während der bunt gemischten Kundgebung im Stadtzentrum von Dresden wurde wie schon im Oktober vergangenen Jahres zur Solidarität mit dem selbst verwalteten kurdischen Projekt Rojava aufgerufen, getanzt und immer wieder kurdische Parolen gerufen. Auf Transparenten und in mehrsprachigen Redebeiträgen wurde noch einmal an den Hintergrund der Veranstaltung erinnert, zudem konnten mehrere hundert Flugblätter an interessierte Passantinnen und Passanten verteilt werden. Obwohl sich Teile der Dresdner Bevölkerung skeptisch zeigten und vor allem den Ort der Kundgebung kritisierten, fiel das Fazit für die Beteiligten insgesamt sehr positiv aus. Ein Sprecher der Gruppe “Ausser Kontrolle” rief abschließend dazu auf, sich stärker für die Rechte von geflüchteten Menschen einzusetzen: “Es ist wichtig, gerade jetzt die emanzipatorischen Kräfte im Exil zu unterstützen und mit ihnen gemeinsam Demonstrationen zu organisieren.”