Archiv für Dezember 2015

Solidarität mit den Streikenden bei ‪‎Amazon‬!

SOLIERKLÄRUNG von …Ums Ganze! zum AMAZONSTREIK

Bereits seit mehreren Jahren kämpfen Beschäftigte bei Amazon gegen niedrige Löhne und schlechte Arbeitsbedingungen. Denn nicht nur das grundsätzlich zu niedrige Gehalt für einen Job, bei dem die Arbeiter*innen teilweise großen körperlicher Belastung ausgeliefert sind, sondern insbesondere die ständige Kontrolle und Überwachung in den Warenlagern stellen ein Problem dar. So verkürzen sich die Pausenzeiten nicht nur durch die ohnehin schon langen Wege, erschwerend kommen die schikanösen Durchsuchungen der Arbeiter*innen auf dem Weg dorthin dazu. Vorarbeiter*innen und elektronische Systeme erfassen jede Verschnaufspause mit dem Ziel, sie ebenso zu unterbinden, wie Gespräche unter Kolleg*innen. Die einzige erlaubte soziale Interaktion ist diejenige, die der möglichst effizienten Organisation des Warenversandes dient – die Beschäftigten sollen dabei perfekt funktionierende Rädchen sein.

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SOLIERKLÄRUNG von …Ums Ganze! zum AMAZONSTREIK

Bereits seit mehreren Jahren kämpfen Beschäftigte bei Amazon gegen niedrige Löhne und schlechte Arbeitsbedingungen. Denn nicht nur das grundsätzlich zu niedrige Gehalt für einen Job, bei dem die Arbeiter*innen teilweise großen körperlicher Belastung ausgeliefert sind, sondern insbesondere die ständige Kontrolle und Überwachung in den Warenlagern stellen ein Problem dar. So verkürzen sich die Pausenzeiten nicht nur durch die ohnehin schon langen Wege, erschwerend kommen die schikanösen Durchsuchungen der Arbeiter*innen auf dem Weg dorthin dazu. Vorarbeiter*innen und elektronische Systeme erfassen jede Verschnaufspause mit dem Ziel, sie ebenso zu unterbinden, wie Gespräche unter Kolleg*innen. Die einzige erlaubte soziale Interaktion ist diejenige, die der möglichst effizienten Organisation des Warenversandes dient – die Beschäftigten sollen dabei perfekt funktionierende Rädchen sein.

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Solidarität mit den Streikenden bei ‪‎Amazon‬!

Bereits seit mehreren Jahren kämpfen Beschäftigte bei Amazon gegen niedrige Löhne und schlechte Arbeitsbedingungen. Denn nicht nur das grundsätzlich zu niedrige Gehalt für einen Job, bei dem die Arbeiter*innen teilweise großen körperlicher Belastung ausgeliefert sind, sondern insbesondere die ständige Kontrolle und Überwachung in den Warenlagern stellen ein Problem dar. So verkürzen sich die Pausenzeiten nicht nur durch die ohnehin schon langen Wege, erschwerend kommen die schikanösen Durchsuchungen der Arbeiter*innen auf dem Weg dorthin dazu. Vorarbeiter*innen und elektronische Systeme erfassen jede Verschnaufspause mit dem Ziel, sie ebenso zu unterbinden, wie Gespräche unter Kolleg*innen. Die einzige erlaubte soziale Interaktion ist diejenige, die der möglichst effizienten Organisation des Warenversandes dient – die Beschäftigten sollen dabei perfekt funktionierende Rädchen sein.

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Solidarität mit den Streikenden bei ‪‎Amazon‬!

SOLIERKLÄRUNG von …Ums Ganze! zum AMAZONSTREIK

Bereits seit mehreren Jahren kämpfen Beschäftigte bei Amazon gegen niedrige Löhne und schlechte Arbeitsbedingungen. Denn nicht nur das grundsätzlich zu niedrige Gehalt für einen Job, bei dem die Arbeiter*innen teilweise großen körperlicher Belastung ausgeliefert sind, sondern insbesondere die ständige Kontrolle und Überwachung in den Warenlagern stellen ein Problem dar. So verkürzen sich die Pausenzeiten nicht nur durch die ohnehin schon langen Wege, erschwerend kommen die schikanösen Durchsuchungen der Arbeiter*innen auf dem Weg dorthin dazu. Vorarbeiter*innen und elektronische Systeme erfassen jede Verschnaufspause mit dem Ziel, sie ebenso zu unterbinden, wie Gespräche unter Kolleg*innen. Die einzige erlaubte soziale Interaktion ist diejenige, die der möglichst effizienten Organisation des Warenversandes dient – die Beschäftigten sollen dabei perfekt funktionierende Rädchen sein.

Gleichzeitig versucht Amazon außerdem das Gefühl unter der Belegschaft stark zu machen, dass alle in einem Boot sitzen. Arbeiter*innen und Firmenleitung, Kontrollierte und Kontrolleur*innen. Anstatt sich gemeinsam für ihre Interessen gegen Amazon einzusetzen, sollen sich die Beschäftigten mit dem Schicksal des Standorts identifizieren. Ver.di fordert für die Beschäftigten einen Tarifvertrag nach den Maßstäben des Einzelhandels, der zumindest einen Lohnanstieg bedeuten würde. Amazon sieht sich dagegen als Logistiker und behauptet sich an den Löhnen dieser Branche zu orientieren. Das Unternehmen lehnt alle Verhandlungen ab, um die Beschäftigten in Unsicherheit über ihre Zukunft zu lassen und so den individuellen Leistungsdruck aufrecht halten zu können. Seit zwei Jahren wird bei den Lagerhäusern in Deutschland immer wieder gestreikt. Doch mittlerweile bestehen Kontakte zum Lagern in Poznan (Polen), die im Sommer spontan in den Bummelstreik traten, um nicht als Streikbrecher*innen für die streikenden Lager in Deutschland zu dienen, wofür sie auch Repressionen durch die Betriebsleitung in Kauf nahmen. Daran zeigt sich, dass internationale Solidarität bereits besteht, auf der aufgebaut werden kann, um der Drohung von Amazon, Lager zu verlagern, das Wasser abzugraben. Denn es ist eben diese Angst, die viele Beschäftigte davon abhält, sich mit Amazon anzulegen, weil sie froh sind überhaupt einen Job zu haben. Neben dieser Angst tragen das gewerkschaftsfeindliche Klima, Corporate Identity, Leih-und Zeitarbeit dazu bei, dass die Streiks bisher nicht den notwendigen Druck entfalten konnten. Amazon steht beispielhaft für die Tendenz, in expandierenden und profitablen Branchen systematisch von Beginn an jede Kollektivierung zu unterbinden. Hier sieht man deutlich, was in der ganzen Gesellschaft sich immer mehr durchsetzt: Dass als einzige Möglichkeit nur noch die individuelle Anpassung an die Anforderungen des Kapitals bleibt. Zudem zeigt sich an Amazon, dass überall dort, wo es keinen ausreichenden Druck der Beschäftigten gibt oder diese umworbene Fachkräfte sind, beschissene und prekäre Arbeitsbedingungen sowie schlechte Löhne zunehmen. Gegen diese Logik der völligen Selbstunterwerfung unter die Profitmaximierung müssen wir uns zur Wehr setzen und gegenseitig unterstützen.

Daher rufen wir dazu auf, den Konsument*innenstreik des Streiksoli-Bündnis zu unterstützen. Zeigen wir den Beschäftigten bei Amazon, dass sie nicht alleine sind und tragen wir durch die Erzeugung unprofitabler Arbeit unseren Teil dazu bei, den ökonomischen Druck auf Amazon zu erhöhen und das Unternehmen so zu zwingen, sich auf Verhandlungen einzulassen.

Ein Tarifvertrag wäre allerdings nur ein erster Schritt und würde an den Arbeitsbedingungen und der Auslieferung an die Willkür von Amazon wenig ändern. Dafür ist es notwendig, den weiteren Ausbau der Selbstorganisierung im Betrieb zu unterstützen, um zumindest ein Stück weit die Kontrolle über den Arbeitsalltag zu erkämpfen. Diese muss jedoch perspektivisch jenseits der DGB-Gewerkschaften erfolgen, wenn sie nicht in Bürokratie und Sozialpartnerschaft erstickt werden soll.

So lange wir im Kapitalismus leben, wird aber unser Arbeits- und Lebensalltag immer unter der Kontrolle des Kapitals stehen und von den Launen des Weltmarkts abhängen. Wenn wir nicht permanent gegen Leistungsverdichtung und Prekarisierung kämpfen oder uns ihnen gar unterwerfen wollen, bleibt uns nichts anderes als eine andere Organisierung der Produktion der von allen benötigten Güter anzustreben, die sich nach unseren Bedürfnissen und nicht nach dem Profitinteresse richtet. In dieser würden auch die Bedingungen, unter denen gearbeitet wird, von den Arbeiter*innen selbst bestimmt werden können. Die Voraussetzung, dass eine andere, bessere Gesellschaft möglich wird, ist jedoch, dass wir uns nicht länger gegeneinander ausspielen und in Konkurrenz zueinander setzen lassen, sondern erkennen, dass es ein gemeinsames Ziel gibt: Das gute Leben für alle.

Konsument*innen-Streik:

Der Konsument*innenstreik funktioniert ganz einfach: Ihr bestellt bei Amazon Waren, die ihr eigentlich gar nicht benötigt, und schickt diese – am besten mit einer Solidaritätsbekundung – nach Erhalt umgehend zurück (Der Händler hat sich vertraglich verpflichtet, bei einem Warenwert von über 40 € die Portokosten für Hin- und Rücksendung zu übernehmen.). Der Streik kann ein erster Schritt sein, ein allgemeines Klima der gegenseitigen Solidarität und des gemeinsamen Widerstandes zu schaffen – nur so können wir langfristig ein gutes Leben für alle jenseits von Staat und Kapital erreichen. Es wäre super, wenn ihr nicht nur selbst Pakete bestellt und zurückschickt, sondern auch die Aktion bewerbt und den Aufruf teilt.

Flyer und Plakate zur Aktion bekommt ihr beim Streik Soli-Bündnis Leipzig:

streiksoli.blogsport.de
fb.com/streiksoli

„Internationalist Center“ in Dresden.

Dear friends and comrades,

we would like to draw attention to formation of the „Internationalist Center“ („IC“) at Riesaer Straße 32 / Heidestraße 1 in Dresden / Pieschen. The groups AusserKontrolle (out of controll) and DRESDENpostkolonial (Dresden postcolonial) put together to shape the „IC“. Even though we don‘t see the „IC“ as a closed project. We look forward for your suggestions and ideas and invite you to join and shape this project.

To find out what’s behind such a center for internationalism you find an excerpt of our position paper below or just check our homepage.

We will create a place in Dresden capable of promoting exactly that kind of exchange. It should become a place for emancipatory ideas and radical critique: An invitation to change perspectives and to understand mechanisms of various forms of domination and to develop concrete counter-strategies in theory and practice. It is necessary to learn from the history of the various internationalisms and to critically review them. The proposals (among others) from Rojava / Syrac-Kurdistan (democratic confederalism) or Chiapas (Zapatistas) must be examined critically and serve as guidance. Together we want to discuss how we can live and expand solidarity while reflecting on different social conditions. Without steady and long-term communication this cannot work. Therefore we want to promote and make practical use of this exchange across borders. This includes, among other ideas, identifying and visualizing different perspectives and social struggles from around the world. This can happen through lectures, discussions, films, radio programs, theater plays or city walks. We want to create the“Internationalist center“ as a relay station, where global dissent can be translated into local conditions without ignoring the distinct circumstances of different struggles. Delegations in all directions are another desirable option, as well as the concrete organization in the neighborhood and with refugees. We already have a few ideas on how this could be put in practice.

The “Internationalist center” should be both a place for working and for meeting. Since December 2015 we are officially a part of the self-organized housing and cultural project „Zentralwerk“ in Dresden.We have about 55 m² space for meetings and self-organization. In addition we can use a large event hall as well as the neighborhood bar that is coming into being. A second room of about 200 m² could expand our capabilities and the structure of the “Internationalist center” even further. The „Internationalist center“ is our starting point for changing the political culture in Dresden. It must be understood as part of a medium- to long-term strategy to develop combative positions. There is still much to do but we have taken a first step.

To realize the idea we need your support!

We have deliberately decided against funding by foundations. We want to give party politics a clear rejection (and political foundations are in our eyes a part of party politics). We do not want to become dependent on these structures. Instead we rely on your solidarity and we want to create own and solidarity networks, that can help to finance our projects and ideas. If you want to support our work, you are welcome to setup a monthly banker’s order. Decide yourself about the amount of your support. We are pleased about any amount and help. Do you want to support our work by translation work, in idealistic or otherwise manner feel free to contact us viae-mail.

We will keep you updated about our current projects and events viae our homepage.

It worth a look, because since 23rd a delegation started to greece in order to do a small monitoring of and report about the current struggles and the situation of refugees there.

BANK DETAILS:
Rote Hilfe Dresden
Subject: Internationalisitisches Zentrum
IBAN: DE72 3601 0043 0609 7604 34
BIC: PBNKDEFF

Global, solidary, organized!
„Internationalist Center“ Dresden