Archiv für April 2016

Redebeitrag zur Demo Abschiebung stoppen – Bleiberecht für alle


باللغة العربية

Wir dokumentieren hier den Redebeitrag anlässlich der Anti-Abschiebe-Demonstration am 23.04.2016 in Leipzig

Menschlichkeit und Solidarität sind die Werte für das Miteinander, nicht Diskriminierung, Hass, Rassismus und Benachteiligung. Die menschenverachtende Behandlung von Geflüchteten, die wir heute überall sehen können, ist eine Schande für die ganze Welt.

2015 gab es in Deutschland eine Willkommenskultur die Geflüchteten aus Syrien, Irak, Iran, Afghanistan, Palästina, Eritrea und weiteren afrikanischen Ländern große Hoffnung gegeben hat. Die Menschen flüchteten und flüchten vor Krieg, Zerstörung und Terrorismus in ihren Ländern. Die sogenannte Willkommenskultur hielt aber nicht lange an. Inzwischen hat sie sich zur Kultur der Grenzschließung und Militarisierung der Grenzen gewandelt. Doch es hört auch nicht mit der Grenzschließung auf, sondern geht hier vor Ort mit Abschiebungen weiter. Abschiebungen zurück in die Hölle, der die Menschen, die nach Deutschland und Europa kommen, gerade erst entflohen sind.

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Redebeitrag zur Demo Abschiebung stoppen – Bleiberecht für alle [AR]

الإنسانيةوالتضامنهيالقيمالتيينبغيانتقومعليهاالعلاقاتبينالشعوبوليسثقافةالكرهوالعنصريةوالتمييزوالإقصاء.مانشهدهاليوممنأحداثمؤلمةضداللاجئينفيكلمنالدولالأوربيةوتركياودولالشرقالأوسطبصمةعارعلىالإنسانيةوخاصةأنهذايحدثالانفيالقرنالواحدوالعشرين.
فيعام2015انتهجتألمانياسياسةالترحيبباللاجئينممابثبصيصأملفيقلوبالكثيرمنالمهجرينواللاجئينالهاربينمنويلاتالحربوالدماروالطائفيةوالإرهابفيكلمنسورياوالعراقوإيرانوأفغانستانوفلسطينواريترياوبعضدولأفريقياولكنهذامالبثانانقلبالىسياسةاغلاقالحدودوعسكرتهاولميتوقفالأمرعنداغلاقالحدودبلامتدالوضعالىاتخاذاجراءاتلترحيلاللاجئينواعادتهمالىالجحيمبدوناينظرةموضوعيةوإنسانيةالىالظروفالتيسيعيشونبهاهناك.منذفترةأصدرتألمانياحزمةالقوانينالثانيةالخاصةباللجوءوجاءفيهااقامةمراكزللاجئينلتسريعترحيلهمواعتباردولالمغربالعربيدولآمنةوحرماللاجئينصاحبي“الحمايةالمؤقتة“منحقلمالشمللمدةسنتين.لايوجدشيءاسمهدول“آمنة“فكثيرمنالناسيتماضطهادهمحتىفيدولمتقدمةعلىاساسانتماءاتهمالطائفيةوالسياسيةوللأسفسياسةالترحيلالسريعتحولدوندراسةكلالملفاتبشكلتفصيلييحددحاجةالشخصللحماية.لمتتوقفهذهالسياسةالجديدةعلىالحدودداخلألمانيافكثيرمنالدولالأوروبيةعلىطريقالبلقاناتخذتاجراءاتمؤلمةضداللاجئينالنمساعلىسبيلالمثالبدأتفيتطبيقسياسةوضعسقفللاجئينالذينيتماستقبالهميوميابمالايزيدعن90لاجئاوبعدهاتغلقالحدود.هنغاريالميكنموقفهاافضلبلعلىالعكستمامافقدسارعتبلادالمجرالىاغلاقحدودهابشكلكاملفيوجهاللاجئينوقامتبنشرقوةعسكريةعلىالحدودمعصربيالايقافتدفقاللاجئينولميتوقفالأمرعندذلكبلتعداهالىالتهديدباعتقالالمهاجرينغيرالشرعيينعلىأراضيها.الدنماركرفضتأيضاخطةاقترحهارئيسالمفوضيةالأوروبيةجانكلوديونكرلتقاسم160الفلاجئ.

ولعلأسوأمانشهدهاليومهيتلكالكارثةالإنسانيةفيايدومينيعلىالحدوداليونانيةحيثيتجمعهناكمايزيدمن13,000الفلاجئبعداناغلقتدولالبلقانالحدودفيوجههمفيظروفغيرانسانيةمندونطعاماودواءكافللجميع.واليومبعدالاتفاقالاوروبيالتركييقبعالالافمناللاجئينفيالجزراليونانيةبدونمعرفةمصيرهمفيمااذاكانوسيعيدونالىتركياامسيبقونفياليونان.وقدصدرتالعديدمنالتقاريرالتيتتحدثعنالظروفالتييعايشهااللاجئونهناكوخاصةفيجزيرةليسبوس.
إنأكثرمايثيرالاشمئزازفيهذهالسياسةضداللاجئينهوالاتفاقبينتركياودولالاتحادالأوروبيعلىاعادةاللاجئينالىتركياواعتبارتركيابلدامنةالمنشابالنسبةللاجئينفيحالةتغاضيكاملعنالوضعالتركيالمتوترداخلياوخاصةبالنسبةلسياسةاردوغانالقمعيةضدالصحفيينوالأكراد.تستضيفتركياحاليامايقاربال2.2مليونلاجئوبعدهذاالاتفاقيمكنالقولبانتركيالاتنظرالىاللاجئينبوصفهمحالةانسانيةوانماأرقاميمكناستخدامهافيتحصيلمزيدمنالمكاسبمنالاتحادالأوروبي.اردوغانيريداستغلالاللاجئينفيمعركتهمعالأكرادوذلكعنطريقتوطينهمفيأماكنالاكرادلخلقحالةديمغرافيةجديدةتكونالقوةالغالبةفيهالحكومةأردوغان.اللاجئونفيتركيالايتمإعطائهمالحمايةالدوليةتحتمعاهدةجنيفوانماحمايةمؤقتةلاتوفرللاجئجميعحقوقهوخاصةفيمايتعلقبحقالعملوسنواتالإقامة.لميتوقفالحدعندتركيابليدورالانفياروقةالسياسةالأوروبيةعناتفاقجديدمعالجارةليبيالوقفتدفقاللاجئينمنطرفهاولاندريلربمااعادتهمايضابعداعتبارليبياكدولةأمنة!
للأسفأيضالايتمذكرالحالةالمأساويةللاجئينوخاصةالسوريينفيدولالجوارالسوريمثللبنانوالأردنومايعانيهاللاجئونهناكمنعنصريةوتهميشمنقبلتلكالدول.فيلبنانوللأسفيعملالسوريهناكلمدة16ساعةيوميامناجلالحصولعلىقوتالعيشويعيشاللاجئونفيخيمغيرمجهزةفيمناطقجرداءتحتالبردفيالشتاء.والأسوأمنهذاكلههووضعاللاجئاتفيلبنانحيثتتعرضالكثيرمنهنللتحرشوالاضطهادومؤخراتمالكشفعنمنظمةهناكتقومبخطفاللاجئاتوتشغيلهنبالقوةفيالدعارةوفيأمورمشابهة.ومنثمتاتيبعضالدولالأوروبيةلتتكلمعنتحسينوضعاللاجئينفيهكذادولفيحينأنهذهالدولتحتاجهينفسهالتحسينعلىكلالأصعدةالاجتماعيةوالاقتصادية.
نحنهنااليومليسفقطلإظهارتضامننامعاللاجئينومعحقوقهمبالحياةوالتنقلوإنمالنوجهرسالةواضحةالىصناعالقرارفيأوروباوالعالمبأنناهناولننتوقفعنالنزولالىالشارعحتىتحقيقمطالبنا:

وقف ترحيل اللاجئين الى دولهم و إغلاق مراكز الاستقبال الأولية.

وقف القرار مع تركيا مباشرة لأنه لا يمكن التعامل مع حكومة ترفض الاعتراف بمجزرة مثل مجزرة الأرمن.

إعادة فتح الحدود بشكل كامل أمام اللاجئين من كل الدول ووقف عمليات الفرونتيكس على الحدود الأوروبية.

ولابدفيالنهايةللتنويهلأمرمهمجداوهوأنالحللمشكلةاللاجئينليسفياغلاقالحدودوليسفيصكالاتفاقياتمعدولالجوارالأوروبيوإنماالحليكمنهناكفيدولاللاجئيننفسهم.حينيتوقفضخالسلاحوالسكوتعنالمجازرالحاصلةهناكوالعملالحقيقيعلىدعمالاقتصادفيالبلدانالناميةورفعالشرعيةعنالانظمةالفاشيةوالديكتاتوريةحينهايمكنالحدمنوقفاللاجئينولكنلايظنأحدكمبانسياجااواوبحرااوحتىجيشاسيمنعشخصافارامنالموتوالحربوالجوعمنالوصولالىمبتغاه.

Redebeitrag zur Demo Abschiebung stoppen – Bleiberecht für alle [DE]

Wir dokumentieren hier unseren Redebeitrag anlässlich der Anti-Abschiebe-Demonstration am 23.04.2016 in Leipzig

Menschlichkeit und Solidarität sind die Werte für das Miteinander, nicht Diskriminierung, Hass, Rassismus und Benachteiligung. Die menschenverachtende Behandlung von Geflüchteten, die wir heute überall sehen können, ist eine Schande für die ganze Welt.

2015 gab es in Deutschland eine Willkommenskultur die Geflüchteten aus Syrien, Irak, Iran, Afghanistan, Palästina, Eritrea und weiteren afrikanischen Ländern große Hoffnung gegeben hat. Die Menschen flüchteten und flüchten vor Krieg, Zerstörung und Terrorismus in ihren Ländern. Die sogenannte Willkommenskultur hielt aber nicht lange an. Inzwischen hat sie sich zur Kultur der Grenzschließung und Militarisierung der Grenzen gewandelt. Doch es hört auch nicht mit der Grenzschließung auf, sondern geht hier vor Ort mit Abschiebungen weiter. Abschiebungen zurück in die Hölle, der die Menschen, die nach Deutschland und Europa kommen, gerade erst entflohen sind. Auf die aktuelle Lage in den Herkunftsländern wird kaum eingegangen. Vor kurzem wurde in Deutschland ein zweites Maßnahmenpaket gegen Geflüchtete, das sogenannte Asylpaket II beschlossen. Hierbei geht es vor allem darum mittels Transitzonen bestimmte Nationalitäten schnellstmöglich abzuschieben . Die schnellen Abschiebungen lassen keine genaue Prüfung der Fluchtgründe zu. Sie haben den Familiennachzug für Geflüchtete mit Teilschutz verboten. Und Länder wie Algerien, Tunesien, Marokko und Afghanistan zu sicheren Herkunftsländern erklärt. Aber was bitte ist ein sicheres Land, wenn selbst in den Ländern der sogenannten „ersten Welt“ Menschen aufgrund ihrer Religion, sexuellen Orientierung, Herkunft, politischen Aktivität oder Einstellung diskriminiert werden und ständig Anschläge auf Unterkünfte für Asylsuchende stattfinden.

Doch nicht nur in Deutschland gibt es Maßnahmen gegen Geflüchtete. Österreich hat eine Obergrenze festgelegt und nun sollen nur noch 90 Menschen pro Tag aufgenommen werden. Ungarn hat seine Grenzen komplett geschlossen und eine militärische Grenzsicherungseinheit aufgestellt und es werden dort illegalisierte Migrant*innen inhaftiert . Dänemark hat den Plan die Geflüchteten auf Europa zu verteilen abgelehnt.

Das Schlimmste was wir heute in Bezug auf die sog. Flüchtlingskrise erleben, ist die humanitäre Katastrophe in Idomeni an der griechisch – mazedonischen Grenze, wo mehr als 13.000 Menschen ausharrten und ausharren, nachdem die sogenannte Balkanroute geschlossen wurde. Sie wohnen unter unmenschlichen Bedingungen ohne ausreichend Lebensmittel und Medikamente. Nach dem Vertrag zwischen der EU und der Türkei bleiben tausende Flüchtende auf den griechischen Inseln hängen, ohne zu wissen ob sie in dieTürkei abgeschoben werden oder in Griechenland bleiben können. Ein Quasi-Gefängnis in der Ägeis ist entstanden. Es gibt unzählige Nachrichten über die beschissene Situation, die die Flüchtenden gerade erleben, vor allem auf der Insel Lesbos.

Was uns besonders wütend macht, bei diesem Verhalten gegenüber flüchtenden Menschen ist, dass die Türkei aufgrund des Vertrages mit der EU als sicherer Herrkunftsstaat eingestuft wird. Die Türkei ist kein sicheres Land. In der Türkei wird rigoros gegen Flüchtende vorgegangen und die kurdische Bevölkerung systematisch unterdrückt und ermordet und der Genozid an den Armenier*innen geleugnet. Es gibt keine Freiheit und Menschenrechte in Türkei. Es gibt zur Zeit mehr als 2,2 Mio Geflüchtete in der Türkei die wie Nummern behandelt werden, um mehr Geld von der EU zu bekommen und Erdogans Großmachtsfantasien eines neo-osmanischen Reichs zurechtfertigen und weiter Realität werden zu lassen. In der Türkei wird den Menschen das Asylrecht nach der Genfer Konvention nicht gestattet, sondern nur ein Teilschutz, der nicht alle Rechte beinhaltet. So gibt es kein Arbeitsrecht und nur eingeschränkte Aufenthaltsrechte.

Doch das ganze miese Spiel endet nicht mit dem Deal mit der Türkei. Momentan wird über einen neuen Deal mit Lybien gesprochen, um auch hier die Flüchtenden daran zu hindern in die EU zu kommen. Leider wird auch kaum über die traurige Situation von Flüchtenden, besonders der syrischen, im Libanon und Jordanien berichtet und was diese Menschen dort erleben und wie sie unter Rassismus und Benachteiligung leiden. Im Libanon arbeitet ein_e Syrer_in ca. 16h am Tag um „genügend“ zum Leben zu vedienen und muss in einem Zelt in der Kälte wohnen. Besonders schlimm trifft es geflüchtete Frauen, die unter sexualisierter Gewalt und Übergriffen leiden und zum Teil zwangsprostituiert werden. Und dann kommen die europäischen Länder und sagen wir müssen die Bedingungen für Geflüchtete im Libanon und Jordanien verbessern, während diese Länder selbst Hilfe brauchen.

Wir sind heute nicht nur hier um Solidarität mit Geflüchteten zu zeigen, sondern um einen klare Ansage zu machen. Eine Ansage an diejenigen, die die Verträge machen und an die Herrschenden in Europa und der Welt. Wir sind hier und wir wissen ganz genau, wie scheiße ihr seid! Und wir werden nicht aufhören auf die Straße zu gehen, bis all unsere Forderungen erreicht sind:

1) Der sofortige Stopp von Abschiebungen und das Schließen der Transitzonen!
2) Die Anulierung des Vertrages zwischen der EU und der Türkei!
3) Öffnung der Grenzen, für alle Menschen auf der Flucht und die Zerschlagung (Auflösung) von Frontex!

Am Ende sei noch gesagt, dass die Lösung der sogenannten Flüchtlingskrise nicht in der Schließung der Grenzen liegt und auch nicht in den Verträgen mit den Nachbarländern der EU. Die Lösung liegt in den Herkunftsländern der Flüchtenden. Wir müssen die Waffenproduktion und -exporte stoppen, das Schweigen über die Massaker und über das quasi-faschistischen System der Türkei beenden. Wir müssen uns mit den Menschen, die vor Ort gegen Erdogan, Assad und Daesh kämpfen solidarisieren und einen Weg finden, ihre Kämpfe auch zu unseren zu machen.

Liebe Freund*innen und Genoss*innen:

Niemand kann wirklich daran glauben, dass eine Grenze oder eine Armee, Menschen, die vor Krieg, Tod und Hunger fliehen, daran hindern könnte nach Europa zu kommen.

Für globale Bewegungsfreiheit!
Für das Recht zu gehen und zu bleiben!
Alshaab yoreed iskaat al nizam!*

* Die Menschen wollen den Sturz des Regimes! – Demonstrationsspruch auf Anti-Assad Demonstration in Syrien

DEMO Abschiebung stoppen – Bleiberecht für alle

Gemeinsame Zuganreise aus Dresden. Treffpunkt:
23. April /// 12 Uhr /// Bahnhof Neustadt

Aufruf von Asylum Seekers Movement

Wenn ihr schon seit Sommer 2014 oder länger in Deutschland seid, werdet ihr euch wahrscheinlich an Non-Citizens aus Tschetschenien erinnern, die ihr in Lagern, auf der Straße, beim Sozialamt oder der Ausländerbehörde,
etc. gesehen habt. Sie waren hier wegen politischer und finanzieller Probleme, die durch ausländische Intervention in ihrem Land verursacht wurden.

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DEMO Abschiebung stoppen – Bleiberecht für alle

Gemeinsame Zuganreise aus Dresden. Treffpunkt:
23. April /// 12 Uhr /// Bahnhof Neustadt

Aufruf von Asylum Seekers Movement

Abschiebung stoppen – Bleiberecht für alle
Kommt zur Demo am 23. April 2016 um 14:00 Uhr am Augustusplatz in Leipzig!

Wenn ihr schon seit Sommer 2014 oder länger in Deutschland seid, werdet ihr euch wahrscheinlich an Non-Citizens aus Tschetschenien erinnern, die ihr in Lagern, auf der Straße, beim Sozialamt oder der Ausländerbehörde,
etc. gesehen habt. Sie waren hier wegen politischer und finanzieller Probleme, die durch ausländische Intervention in ihrem Land verursacht wurden.

Aber jetzt, fast 2 Jahre nach diesem Sommer, sind kaum noch Tschetschen*innen hier, denn fast alle wurden nach Tschetschenien oder in Drittstaaten abgeschoben.

Das Gleiche passierte vorher schon Non-Citizens aus anderen Nationen, die hier Asyl suchten; sie wurden inoffiziell in ihre Herkunftsländer zurückgeschickt, sie hatten noch weniger Aussicht auf Anerkennung ihres Asylantrags auf Basis ihres individuellen Falls, und letztendlich wurde ihre Abschiebung per Gesetz erlaubt.

Gleichzeitig mit der sogenannten “Flüchtlingskrise” und der Ankunft tausender neuer Non-Citizens in Deutschland, besonders aus Kriegsgebieten wie dem Irak und Syrien verabschiedete die deutsche Regierung 2015 mehrere Gesetze, die zum Ziel hatten:

– Deutschland weniger attraktiv für neue Geflüchtete zu machen,
– sogenannte “Wirtschaftsflüchtlinge” offiziell abzuschieben.

Die Folgen solcher Gesetze:

– Non-Citizens müssen bis zu 6 Monate in Erstaufnahmeeinrichtungen bleiben,
– eigene Abschiebelager wurden errichtet für Non-Citizens, die auf Grund ihrer Nationalität oder der Drittstaatenregelung abgeschoben werden sollen,
– Kosovo, Mazedonien und Serbien wurden zu sicheren Herkunftsländern
erklärt,
– es wurde mit massenhaften Abschiebungen auf Grund der Nationalität begonnen,
– der Einsatz von Charterflügen macht es schwer bis unmöglich die Abschiebung zu blockieren.

Im Gegensatz zur sogenannten “Willkommenskultur” werden solche Massenabschiebungen unbemerkt durchgeführt, ohne große Berichterstattung in den Medien.

Kurz gesagt: Deutschland will die Kapazitäten für Geflüchtete begrenzen, und wegen der großen Zahl neuer Asylsuchender müssen die “alten” Geflüchteten abgeschoben werden.

Nun gibt es Pläne, Tunesien, Algerien und Marokko zu sicheren Herkunftsländern zu erklären, obwohl Non-Citizens aus diesen Ländern zur Zeit ohnehin kaum Chancen auf Asyl haben. Außerdem strebt Deutschland in
Zusammenarbeit mit Ashraf Ghani, dem afghanischen Präsidenten, die Errichtung von “Schutzzonen” an und versucht zunehmend, abgewiesene afghanische Geflüchtete nach Afghanistan abzuschieben.

Deshalb wollen wir, “Asylum Seekers’ Movement”, eine Gruppe von Non-Citizens, auf dieses Thema aufmerksam machen und gegen die negativen Auswirkungen dieser Praxis auf das Leben der Menschen protestieren – mit
einer Anti-Abschiebungs-Demo im Zentrum von Leipzig am 23. April.