Archiv für Mai 2016

Solidarität mit den inhaftierten LAUtonomia-Aktivist*innen!

Im Kontext der erfolgreichen ENDE-GELÄNDE-Kampagne gegen das Kraftwerk Schwarze Pumpe wurden bei Blockade-Aktionen Aktivist*innen der #Lautonomia – Waldbesetzung festgenommen. Ihnen werden diverse Delikte vorgeworfen wie z.B. Eingriff in den Straßenverkehr und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte. Aktuell sitzen alle Gefangenen in der JVA Görlitz.

Dies ist wieder einmal ein Versuch von Politik und Justiz linke Opposition in Sachsen mit allen Mitteln zu bekämpfen. Nach den tausenden Ermittlungsverfahren gegen Antifaschist*innen im Zuge der erfolgreichen Anti-Nazi-Aktionen zum 13.02. in Dresden sind es jetzt linke Umweltschützer*innen, die ins Visier der Staatsanwaltschaft geraten sind. Wir verstehen diese Inhaftierungen als Racheaktionen von Polizei und Staatsanwaltschaft im Nachgang der erfolgreichen Blockaden vom Pfingstwochenende. Deshalb fordern wir die sofortige Freilassung unserer Freund*innen aus der Görlitzer U-Haft und die Einstellung aller weiteren ENDE-GELÄNDE Verfahren.

Getroffenen hat es wenige – gemeint sind wir alle!
Solidarität mit den inhaftierten LAUtonomia – Gefangenen!

ANTIFA GÖRLITZ

Pressemitteilung: Stadtteilspaziergang. Keine Abschiebung aus unseren Vierteln! Alle bleiben!

In den Abendstunden des 19.5. demonstrierten rund 450 Menschen unter dem Motto „Keine Abschiebung aus unseren Vierteln. Alle bleiben!“ in der Dresdner Neustadt und dem angrenzenden Hechtviertel. Sie forderten vor allem Bleiberecht und Bewegungsfreiheit für alle Menschen.


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Pressemitteilung: Stadtteilspaziergang. Keine Abschiebung aus unseren Vierteln! Alle bleiben!

In den Abendstunden des 19.5. demonstrierten rund 450 Menschen unter dem Motto „Keine Abschiebung aus unseren Vierteln. Alle bleiben!“ in der Dresdner Neustadt und dem angrenzenden Hechtviertel. Sie forderten vor allem Bleiberecht und Bewegungsfreiheit für alle Menschen.

Grund für den Protest ist die akute Abschiebungsbedrohung mehrerer Heimbewohner*innen auf der Fritz-Reuter-Straße 21 im Dresdnder Hechtviertel. Anlässlich der jüngsten Erweiterung der Liste der „sicheren Herkunftsstaaten“ um Tunesien, Algerien und Marokko richtete sich der gemeinsame Protest von Geflüchteten und Unterstützer*innen gegen die drohenden Abschiebungen. Geflüchtete aus dem Tryp-Hotel auf der Fritz-Reuter-Straße 21 schilderten ihre Situation in Deutschland aber vor allem in ihren Herkunftsländern. „Wir haben ein Zeichen der Solidarität mit Allen, die von menschenfeindlichen Abschiebepraktiken, Rassismus und Illegalisierung betroffen sind, gesetzt“ so Ronja Linski, Pressesprecherin des Internationalistischen Zentrums Dresden. Wafha Muslim ibn Aqil, die Pressesprecherin des Stadtteilspaziergangs erklärte weiter: „Vor dem Hintergrund anhaltender Verfolgung und Folter in all diesen Staaten bedeutet die Entscheidung des Bundestages erneut die praktische Abschaffung des Rechtes auf Asyl für Menschen aus diesen Staaten. Nach dem Abschiebe-Abkommen mit der Türkei ist dies ein weiterer Schritt der EU zur vollständigen Abschottung. Die Flucht vor Verfolgung, Armut und Folter wird damit quasi unmöglich gemacht.“

Auch die durch die EU-Politik herbeigeführte Situation an der griechisch-mazedonischen Grenze wurde angesprochen. Gleichermaßen thematisierten die Redner*innen aber auch die rassistischen Zustände in Dresden und betonten, dass es auch in einem Stadtteil wie der Dresdner Neustadt vermehrt zu Übergriffen oder rassistischen Kontrollen in Bars und Clubs kommt. Dem müsse sich ein solidarisches Viertel aktiv entgegen stellen, betonten die Sprecher*innen im Lautsprecherwagen. Muslim ibn Aqil zog im Anschluss ein sehr positives Résumé: „Die Veranstaltung hat gezeigt, dass die unmenschliche Abschottungspolitik, die von Deutschland und der EU weiter angetrieben wird, nicht ohne Proteste abläuft. Viele Menschen im Stadtteil zeigten sich solidarisch und machten deutlich, dass Geflüchtete und Nachbar*innen jeglichen Abschiebungen aus ihrem Viertel entgegen treten.“

Bei Musik, gemeinsamen Essen und Kennenlernen ließen alle Beteiligten den Abend ausklingen. Insgesamt zeigte sich an diesem Abend ein solidarischer Stadtteil auf der Straße. Das Internationalistische Zentrum kündigte weitere Proteste an, will sich aber erst geneinsam mit den Betroffenen besprechen.

Einladung zum Vorbereitungstreffen für den Stadtteilspaziergang!

18.5. I ab 18 Uhr I AZ Conni (Rudolf Leonhard Strasse 39)
Am Donnerstag den 19.5. wird es einen Stadtteilspaziergang durch die Neustadt und das Hechtviertel geben, um gegen Abschiebungen zu protestieren. Das Motto ist: „Keine Abschiebung aus unseren Vierteln! Alle bleiben!“. Start ist 19 Uhr am Albertplatz. Mehr Infos findet ihr hier

Dafür wollen wir euch zum Vorbereiten, Malen und Basteln am Mittwoch den 18.5. ab 18 Uhr in das AZ Conni auf die Rudolf Leonhard Strasse 39 einladen. Bringt auch gern Materialien mit. Wir freuen uns auf euch und eure Ideen!

Kobanê-Picknick

22. MAI I AB 13 UHR I GOLGI PARK (hinter dem Festspielhaus in Hellerau)

Wir laden alle recht herzlich zum ersten Dresdner Kobanê-Picknick im Golgi Park hinter dem Festspielhaus Hellerau ein. Erwarten wird euch ein buntes Programm für Groß und Klein mit kurdische Livemusik, ob in der klassischen Variante mit Saz (kurdische Gitarre) und Gesang oder als Hip-Hop von einem Künstler aus der syrischen Stadt Aleppo. Für das leibliche Wohl ist auch gesorgt. Es gibt Kaffee, Tee, Limonade und Essen für alle. Eine Grillmöglichkeit wird es geben und natürlich darf ein Lagerfeuer mit Knüppelkuchen nicht fehlen. Bitte bringt auch selbst etwas zu essen und vor allem zu grillen mit. Für die Kleinen gibt es einen Sandkasten, Schaukeln und ein richtiges Karussell!

Doch was hat es eigentlich mit Kobanê auf sich?

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